Spasstouristen sind ab 2014 nicht mehr willkommen auf Malle
Gestern meldete die Mallorca Zeitung folgendes:
Das Alkoholverbot auf Mallorca an der Playa de Palma, das derzeit auf einem kurzen Abschnitt in der Zeit von 22 bis 1 Uhr gilt, soll im kommenden Jahr auf die gesamte Playa und den gesamten Tag ausgedehnt werden. Das hat Palmas Stadtrat für Tourismus, Álvaro Gijón (Volkspartei, PP), angekündigt. Trinkgelage seien mit der Art von Qualitätstourismus auf Mallorca, der an der Playa de Palma angestrebt sei, nicht vereinbar, so Gijón.
Somit ist das Aus für Party am Ballermann schon besprochene Sache. Alleine der angesprochene Qualitätstourismus lässt noch auf sich warten und kommt hoffentlich nicht nur in den Träumen des Herrn Gijón vor. Wenn man mehr Mühe aufbringt, Touristen zu "bestrafen" die für diese Getränke und den Urlaub auf Mallorca gezahlt haben, Steuern entrichtet haben, den Unternehmen Umsatz brachten, als gegen illegale Händler, Klau-Nutten und Massagi Massagi Frauen ein probates Mittel zu suchen, dann läuft was falsch im Staate Spaßhausen!
Seit über 40 Jahren kommen nun die Deutschen mit ihrem Ersparten und feiern unter der Sonne Mallorcas. Das hat die Insulaner, die davor arme Bauern waren, reich gemacht. Dieses Geld und der Start des Massentourismus in El Arenal, hat die Insel attraktiv gemacht. Die letzten 40 Jahre hat man fleißig die Sahne von der Milch geschöpft und sich an den Deutschen gesund gestoßen. Kaum eine verdiente Pesete wurde jedoch zurück geführt und in die Zukunft investiert. 40 Jahre lang "Abschöpfen-Deluxe" und nun soll mit "Vorschlaghammer-Methoden" alles von heute auf morgen anders werden! Schwer vorstellbar das dies tatsächlich funktioniert und mit dem aktuellen Polizeiaufgebot an der Playa de Palma überhaupt umsetzbar ist. Die Kleinkriminellen reiben sich seit heute schon vor Freude die Hände, da im Sommer 2014 noch weniger Polizisten ihre Augen auf sie richten können. Es ist utopisch und weltfremd zu denken, daß 2014 das Polizeiaufgebot nochmal um ca. 25% aufgestockt wird. Das Geld und die Beamten dazu fehlen schlichtweg!
Die Mallorca Zeitung schreibt weiter:
Mit den Ankündigungen reagiert Gijón auch auf negative Presseberichte wie in der "Bild am Sonntag" sowie auf Beschwerden von Anwohnern über Ruhestörungen.
Da nur wenige Anwohner tatsächlich in der ersten Linie der Playa de Palma wohnen, wo auch das Trinkverbot gilt, ist es schwer vorstellbar dass es tatsächlich zum Wohle der Anwohner ist. Es liest sich aber sehr gut und lässt sich sicher zum Wahlkampf spitzenmässig verkaufen und verwerten! Ganz wichtig auch die Wortwahl der Mallorca Zeitung die von "Ankündigungen" spricht. Jetzt hofft die Anti-Party-Fraktion inständig, daß diese Ankündigungen auch umgesetzt werden. Die letzten Ankündigungen wie z.B. eine Straßenbahn in die Playa de Palma zu legen, die Playa de Palma für ca. 5 Milliarden umzubauen und endlich mal den Kongresspalast fertig zu stellen platzten wie Seifenblasen. Solche "Ankündigungen" haben auf Mallorca eher eine Haltbarkeit von Milch in der prallen Mittagssonne und sind vergessen sobald die BILD und RTL wieder über die Bundesliga berichten!
Sollte hier tatsächlich was für Anwohner gemacht werden, fragt man sich für welche? Die Anwohner in 2. Linie, 3. Linie und darüber hinaus kommen in den mit Krawatten verriegelten Hirnen der Politiker wohl nicht vor. Die lauthals schreienden und stockbesoffen aus den Clubs torkelnden Partyjünger, die auf dem Weg ins Hotel sind, stören die Großgastronomen nicht und kommen in der Verordnung gar nicht vor. Es wird einmal mehr unter dem Deckmantel der "sozialen Verträglichkeit" nur einer Partei geholfen, aber nicht den Anwohnern der Playa de Palma.
Aber Mallorca wäre ja nicht Mallorca, wenn es geplant laufen würde. Erstmal soll bis Ende des Jahres ein Vorschlag her und dann soll abgestimmt werden. Vielleicht ist die aktuelle Regierung dann schon nicht mehr im Amt und von einem der vielen Korruptionsskandale betroffen. Wäre ja nun nichts wirklich Neues auf unserer schönen und sooooo seriösen "Pirateninsel".
Gut möglich das diese Ankündigung per Mallorca Zeitung auch nur ein "Freudschaftsdienst" gegenüber dem Megapark ist, um diesen aus der Schusslinie zu nehmen. Denn die aktuelle Verdordnung wurde nur für den Megapark gemacht und um deren Umsatz zu steigern.