Megapark und die Schwarzarbeit am Ballermann

Dabei wird von den Megapark Angstellten gerne über die Tatsache, dass man in Deutschland einen Arbeitsvertrag hat und nach der Kündigung bzw. einer Abmahnung nicht innerhalb von 2 Stunden aus seiner Wohnung bzw. Zimmer geschmissen wird. Es wird auch gerne die Tatsache übersehen, dass man in Deutschland nicht in ein soziales Loch fällt, sondern durch seinen Arbeitsvertrag und die eingezahlten Sozialleistungen recht weich landet.

Keiner der großmäuligen facebook Helden der Grupo Cursach Ocio, die in den letzten Tagen so blumig kommentierten, hatte jemals einen in Spanien gültigen Arbeitsvertrag. Nicht einmal die PR-Chefs des Megapark Fabian Holst oder Rene Rott haben oder hatten jemals einen Arbeitsvertrag. Auf mehrmaliges Nachfragen konnte nicht einmal die Sprache, in welcher der Vertrag verfasst wurde, genannt werden. Auf Nachfragen zum Thema Arbeitsvertrag bei über 20 Ex-Mitarbeitern des Megapark bzw. Riu Palace kamen immer dieselben Antworten „Ich hatte nie einen Vertrag!“.

 

Auf weiteres Nachfragen bezüglich einer NIE Nummer die man als „Ausländer“ in Spanien zur Identifikation bei Behörden, Banken, Post, Polizei und bei der Unterschrift eines gültigen und legalen Arbeitsvertrages benötigt, hatte nur Eine der 20 Befragten tatsächlich eine NIE Nummer. Einen Arbeitsvertrag hatte sie aber trotzallem nicht, obwohl sie als Kellnerin monatelang in der MegArena angestellt war. Die Auszahlung der Gehälter soll laut unseren Informationen immer in Bar gewesen sein. „Man bekam einen Umschlag da war das Geld drin“ sagten alle Befragten.

Auf Nachfrage nach dem Verdienst als PR gab es verschiedene Aussagen, welche sich im Bereich von € 5,- pro Stunde bis € 7,- die Stunde bewegen. Für einen Lohn ohne Arbeitsvertag, ohne soziale Leistungen und ohne Krankenversicherung, ein recht mickriges „Schmerzensgeld“!

 

Ein offizielles Statement der Führungselite auf folgende Mail, vom 27.03.2014 um 12:36 Uhr, blieb bis heute aus.

 

Sehr geehrte Damen und Herren im Megapark und Riu Palace,

zur aktuellen Berichterstattung auf www.malleBZ.net bezüglich des „Multa Systems“ hatte ich bereits um eine Stellungnahme gebeten. Leider blieb diese aus.

Da ihre eigenen Mitarbeiter durch sehr befremdliche Kommentare auf facebook nun einen Stein ins Rollen gebracht haben und sich auf Arbeitsverträge berufen, in denen diese „Multas“ scheinbar aufgeführt wären. Einige ihrer PR-Chefs geben außerdem folgende Informationen weiter „Die Multas sind Bestandteil des spanischen Arbeitsrechts und sind total legal!“ dies soll auf Anweisung von „oben“ passieren. Auf Nachfragen bei über 20 ehemaligen PR´s konnte mir bis dato keiner einen Arbeitsvertrag vorlegen. Ein Großteil sagte sogar nie einen Arbeitsvertrag gehabt zu haben. Man könnte laut diesen Informationen davon ausgehen, dass sie ein ganzes Heer von Schwarzarbeitern besitzen.

Darüber hinaus würde ich mich sehr freuen, wenn Sie Ihre PR-Chefs darum bitten könnten die Androhung von Repressalien mir gegenüber zu unterlassen.

Ich würde mich über eine Stellungnahme zu diesem Thema freuen, bevor am Montag, den 31.3.2014 ein Artikel darüber erscheint.

Sonnigen Gruß vom Ballermann

Oliver Lipp

malleBZ

 

 

Alleine Juan Garrido Moreno aus dem Riu Palace schrieb am Freitagabend „Ich möchte bitte keine E-Mails mehr von Dir erhalten!“ und zusätzliche Zeilen die noch nicht in die Öffentlichkeit müssen.

Wäre man an Aufklärung interessiert im Hause Cursach Ocio, hätte man die Energie dieser wiederholt irreführenden Mail auch nutzen können um zu schreiben. „Jeder Mitarbeiter bekommt einen ordentlichen Arbeitsvertrag, egal ob Bar, Kellner, PR oder Tänzerin. Im Anhang ein blanko Exemplar für Ihre Recherchen!“. Hätte man tun können, muss man natürlich nicht! Wäre aber zielführender gewesen, als irgendwelche Ausflüchte.

 

Hüllen sich die Herren etwa in Schweigen, weil sie sich durch Aussagen zu diesem Thema möglicherweise selbst belasten könnten?
Kann es tatsächlich sein, dass Megapark, Paradies Beach und Riu Palace ein Heer von über 100 Schwarzarbeitern beschäftigen und dadurch einen erheblichen Steuerschaden verursachen?


Wenn dem tatsächlich so wäre, würde nicht nur der Gemeinde Palma ein beachtlicher Betrag an Steuern verschwiegen. Offenbar ist eines der größten Gastronomie-Unternehmen auf Mallorca, auch führend im Steuern vermeiden. Leider muss die Gemeinde Palma daraufhin Strafen aussprechen, um die entgangenen Steuern zu kompensieren. Diese Strafen werden dann auf die Touristen umgelegt, denen mittlerweile sogar das Feiern auf der Mauer verboten ist. So tötet sich die Party auf Kurz oder Lang selbst, da ein gieriger Geschäftsmann den Hals nicht voll genug bekommen kann.

 

Man kann am Ballermann und auf Mallorca aber nicht alle über einen Kamm scheren, es gibt zahllose Unternehmen die 100% korrekt Arbeiten! Ich möchte nochmals betonen, dass mir die Vorgehensweise wie sie hier beschrieben wird nur aus folgenden Firmen bekannt ist.

  • Megapark
    MegArena
    Riu Palace
    Paradies Beach
    Megapark Fun Team