Mallorca ist die Scheinheiligkeit in Person

Die BBC Reporterin zeigte eindrucksvoll wie krass es dort tatsächlich im Sommer 2012 abging und erreichte genau das Gegenteil. Die Buchungen schossen innerhalb weniger Tage um 20% in die Höhe. Die Gemeinde Calvia brachte es immerhin fertig einen Brief zu schreiben, um der Reporterin mal so richtig die Meinung zu geigen. Es sei ein falsches Bild was transportiert werde. Das hat mit der Realität nichts zu tun, posaunten die Politiker und Hoteliers.

Anstatt die in der Reportage offensichtlich bekannten Probleme vor Ort anzugehen und sexuell anzügliche Trinkwettbewerbe in Magaluf zu verbieten, schrieb man einen Brief nach England und beschimpfte den „Postboten“. Na herzlichen Glückwunsch zu dieser Entschlossenheit und Tatkraft. Die selben Politiker steckten sich aber auch das Geld der fetten Jahre in den Sack und freuten sich ob der großen Investitionen in Magaluf.

 

 

 

Den Gastronomen und Verantwortlichen der Schweinerei vor Ort in Magaluf, schickte man nicht mal eine Kontrolle. Denn sicher waren auch Mallorquiner Inhaber der besagten Bars und das kehrt man dann, wie immer auf der Insel, unter den selbstgehäkelten Teppich.

 

Nach der Veröffentlichung des Mamading Videos vor Kurzem, stehen die gleichen Vögel im Anzug wieder da und sagen sie hätten nichts davon gewusst. Nichts gewusst? Offenbar hat man den Brief nach England geschrieben ohne sich die Reportage tatsächlich mal anzuschauen. Denn hätte man dies getan, wüsste man heute was dort passierte und passiert!

 

Der Ente sind mehrere Videos bekannt, die Engländer zeigen welche auf der Tanzfläche Sex haben. Nicht etwa in der Disco, sondern am helllichten Tag auf einem der Partyboote. Dort finden Wettbewerbe statt wie z.B. Eiertreten. 4 Junges stehen 4 Mädchen gegenüber. Die Jungs haben die Arme auf dem Rücken verschränkt und stehen leicht breitbeinig. Auf ein Kommando treten oder hauen die Mädels den Jungs voll ins Gemächt. Der Kerl der stehenbleibt hat gewonnen! Auch dort gab es schon Mamading Wettbewerbe, es kam nur erst jetzt an die Öffentlichkeit.

 

Es ist das alltägliche Bild der Realitätswahrnehmung der Insel. Auf Mallorca darf nur Gutes passieren und sollte mal was Schlechtes passieren, darf niemand darüber reden. Wird doch darüber geredet bekommt man den Zorn der Insel zu spüren. Mit Schweigen und Zorn löst man allerdings keine Probleme, man verschleppt sie nur bis zum unausweichlichen Super-Gau!

 

 

Hier der Text des Artikels:

 

Sodom und Gomorrha auf Mallorca: Dieses Bild zeichnete die am 7. Januar ausgestrahlte BBC-Reportage "The truth about Magaluf" von dem in der Gemeinde Calvià gelegenen Ferienort, der sich vor allem bei jungen Briten großer Beliebtheit erfreut. Moderatorin Stacey Dooley präsentierte den Zuschauern Bilder von am Straßenrand liegenden, halb bewusstlosen betrunkenen Jugendlichen, von Straßenprostitution und dem gefährlichen "Balconing".

 

Die Gemeinde Calvià zeigte sich nach der Ausstrahlung der Reportage entsetzt und beschwerte sich schriftlich bei dem Sender über die Darstellung des Ortes. Die Befürchtungen, Bilder von hemmungslos feiernden Jugendlichen könnten sich negativ auf das Image von Magaluf auswirken, haben sich aber nicht bestätigt – ganz im Gegenteil.

 

Seitdem die Sendung zur Primetime im britischen Fernsehen gezeigt wurde, sind die Hotelreservierungen für Magaluf um 20 Prozent in die Höhe geschossen, berichtet die Tageszeitung "El Mundo". Bilder, die auf Eltern abschreckend wirkten, kamen bei der jungen Generation eher als Werbevideo für den perfekten Sommerurlaub an. Und so wird wohl auch der Sommer 2013 auf Magalufs berühmter Ausgehmeile "Punta Ballena" wieder heiß.

 

 

Sorry liebe Lokalpolitiker, Unternehmer und Kirchgänger in Calvia, wer heute sagt er hätte nichts gewusst, lügt wie gedruckt. Steht endlich mal dazu was tatsächlich passiert und macht nicht auf mega-seriöse Geschäftsmänner. Denn Seriösität ist auf Mallorca immer noch ein Fremdwort. Da kann man noch so teure Anzüge tragen, in noch so dicken Autos fahren und sonntags in der Kirche noch so laut beten, Piraten bleiben Piraten!