Cursach Strategie bekommt herben Dämpfer

Cursach Strategie bekommt herben Dämpfer

Wie bereits am Montag bekanntgegeben wurde, kommt es in Kürze zu zwei voneinander getrennten Gerichtsprozessen im sogenannten „Cursach Skandal“. Dies gab die Audiencia Provincial, der oberste Gerichtshof auf Mallorca, am 26.11.2018 bekannt.

Tolo Cursach war gegen diese von Staatsanwalt Subiran angestrebte Trennung der Prozesse mit mehreren Anträgen vorgegangen, scheiterte nun jedoch.

In diesen nun getrennten Prozessen werden auf der einen Seite die Sex und Kokain Partys im Tito´s verhandelt und auf der anderen Seite die Umschläge mit den € 500,- Scheinen, welche in Behörden und Ämtern verteilt wurden.

In den Fall um die Sexparties im Tito´s sind hochrangige Politiker verstrickt, die sich laut Staatsanwaltschaft mit Drogen und Sex haben bestechen lassen. Zu den Politikern zählt auch Alvaro Gijon, welcher 2014 die recht drastischen Benimmregeln einführte. Neben Alvaro Gijon werden auch der EX-Parteichef der PP, José María Rodriguez, sowie ca. 20 Polizisten auf der Anklagebank sitzen

Bei den vermeintlichen Prostituierten die bei besagten Sexparties „angeboten“ wurden, handelte es sich auch um Tänzerinnen aus Cursach Discos. Meist wurde die Hilflosigkeit der Mädchen im Ausland ausgenutzt, um sie damit zu sexuellen Handlungen zu zwingen.

Bestechung, Betrug und Politiker 

Im jetzt abgetrennten Prozess  werden die Bestechungszahlungen an Behörden und Ämter verhandelt. Hier muss sich u.a. die ehemalige Top-Beamtin Pilar Carbonell gegen Vorwürfe der Bestechung, Betrug, Dokumentenfälschung und Vorteilnahme im Amt verantworten.

In der Affäre um Pilar Carbonell und die „500 Euro Umschläge“ musste auch der Chef der Tourismusbehörde, Biel Barcelo, seinen Posten räumen

Auch hier sind Beamte der Policia Local und der Patrulla Verde angeklagt, welche bei Kontrollen z.B. in Megapark oder Riu Palace mehrere Augen zudrückten.

Sollte Tolo Cursach in beiden Fällen verurteilt werden, könnten jeweils Haftstrafen bis zu 10 Jahren verhängt werden. Deshalb wollte Cursach auch unbedingt verhindern, besagte Fälle als getrennte Prozesse zu behandeln, um so eine weitere mögliche Verurteilung zu umgehen. Die Strategie der Cursach-Anwälte scheiterte.

Laut der Pressemeldung soll der Prozess bezüglich der Sexparties im Tito´s in absehbarer Zeit vor Gericht kommen. Es fehlt lediglich ein entsprechendes Schreiben der Staatsanwaltschaft, welches bereits in Arbeit sein soll.

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