Rathaus von Palma wird zur Lachnummer

Rathaus von Palma wird zur Lachnummer

Als am 28. Mai 2018 das Rathaus in Palma einen Abriss der illegalen Umbauten des Megapark anordnete und binnen 60 Tagen einen Plan dafür forderte, dachte man tatsächlich der Korruption auf Mallorca sei der Kampf angesagt worden.

Heute am 2. September und weit über 4 Wochen nach dem vom Rathaus festgelegten Termin, scheint das Thema illegale Umbauten im Megapark wieder in Vergessenheit geraten zu sein.

Auf Anfragen bezüglich des Termins und des Abrissplans schweigen sowohl das Rathaus in Palma als auch Jose Hila.

Transparenz sieht anders aus. Unternehmer der Playa de Palma fühlen sich vom Rathaus in Palma veräppelt, da man einmal mehr erkennen könne wie korrupt die Beamten und Behörden immer noch seien.

Ein Restaurant Besitzer sagt: „Unglaublich wie die Behörden dieses Thema handhaben. Du wirst sehen, nächstes Jahr steht das Ding immer noch und der Bürgermeister hat zwei neue Ferienhäuser in der Karibik!“

Eine Shop Besitzerin meint: „Nach der Wahl sollte alles besser werden und die Korruption sollte aus den Behörden verschwinden. Nur die Taschen in die das Bestechungsgeld fließt haben sich geändert, sonst nichts!“

Aus einem Verleih hört man folgendes: „Wenn in meinem Laden eine Steckdose am falschen Platz ist und diese nicht von einem Ingenieur abgenommen wurde, kommt das Rathaus und brummt mir eine Multa auf. Mit viel Pech machen die mir auch den Laden zu. Der Megapark und die Grupo Cursach werden davon aber verschont weil Tolo immer noch Schmiergeld zahlt.“

Ein anderer Restaurantbesitzer sagt: „Man merkt das Tolo Cursach wieder frei ist. Kaum war der Alte aus dem Knast, hatten die im Rathaus schon wieder die Hosen voll. Eine absolute Lachnummer wie das Rathaus in Palma mit dem „Caso Megapark“ umgeht.“

Rathaus wollte Legalität im Megapark herstellen

Jose Hila sagte im März 2018 „Es ist uns wichtig, dass die Legalität im Megapark wieder hergestellt wird.“ und „Die Gemeindeverwaltung wird das Gesetz anwenden, wie wir das bisher auch getan haben!“. Offenbar waren dies nur leere Versprechungen und hohle Phrasen.

Bisher ist keine der Versprechungen und Ankündigungen aus dem Rathaus zu 100% umgesetzt worden. Zu vielen Punkten wurden „mündliche Absprachen“ zwischen Grupo Cursach und Rathaus getroffen.

  • Kurz nach dem Verbot zur Nutzung der illegalen Dachkonstruktion, ließ der Megapark verlautbaren man haben eine „mündliche Absprache mit dem Rathaus und könne das Dach nutzen“.
  • Nur kurze Zeit nach der Einführung einer Obergrenze von Gästen, hörte man aus dem Megapark von einer weiteren Absprache mit dem Rathaus, wonach man offenbar ca. 500 Leute mehr rein lassen dürfe.
  • Obwohl das erste Stockwerk vom Rathaus gesperrt wurde, war dort plötzlich ein DJ Pult zu finden.

Die Beziehungen zwischen Rathaus und Grupo Cursach müssen, bei all diesen „mündlichen Absprachen“ und Ausnahmeregelungen, sehr freundschaftlich sein. Verbote sind dann auch eher wie gutgemeinte Vorschläge zu sehen, über die man danach noch verhandeln kann.

Den Grad der Korruption an der Playa de Palma kann man täglich am Ballermann 5 prüfen. Solange dort ein mehrstöckiger und von hohen Mauern umgebener Megapark steht, werden Polizei, Rathaus und andere Behörden geschmiert und bestochen.

Ein Armutszeugnis für eine Partei auf deren Agenda die Bekämpfung der Korruption steht. Es scheint einmal mehr wahr zu sein, dass jeder seinen Preis hat, auch Jose Hila!

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