Grupo Cursach betrog gezielt Ausländer

Grupo Cursach beutete gezielt Ausländer aus

Wie die Grupo Cursach die Situation von deutschen bzw. ausländischen Arbeitern im Megapark ausnutzte, wird in dem 400-seitigen Ermittlungsbericht ebenfalls beschrieben.

Die Policia Nacional spricht in diesem Bericht von „schwerwiegenden Unregelmäßigkeiten in Bezug auf die Rechte der Arbeitnehmer“ und nennt das System eine „Form der modernen Arbeitsausbeutung“.

Mit krimineller Absicht wurden jedes Jahr zahllose PR´s, Kellner, Ticketverkäufer und Künstlerbetreuer aus dem Ausland wie z.B. Deutschland, England oder Holland nach Mallorca geholt. Diesen wurden dann gefälschte Arbeitsverträge, gefälschte Lohnabrechnungen und gefälschte Anmeldungen bei der Sozialversicherung vorgelegt.

Laut einem Zeugen, welcher jahrelang selbst im Megapark arbeitete, machte die Grupo Cursach Unterschiede zwischen Spaniern und Ausländern. Die Manager und Verantwortlichen in Megapark, RIU Palace, Paradies Beach oder BCM nutzten bewusst die Unwissenheit der Ausländer.

In vielen Fällen wussten die ausländischen Arbeiter gar nicht was sie unterschrieben, da der Vertragstext in Spanisch war. Die Situation der Arbeiter in der Grupo Cursach wird von der Policia Nacional in dem Bericht an das Gericht als „beklagenswert und missbräuchlich“ dargestellt.

Der Zeuge bestätige der Polizei ebenfalls, dass er erst auf 40 Stunden, dann auf 80 Stunden pro Monat angemeldet war, aber 210 Stunden pro Monat gearbeitet hat. Er habe 7 Tage pro Woche gearbeitet und hat eine Gehaltsabrechnung zwischen € 180,- und € 360,- bekommen. Weitere € 1600,- wurden ihm in einem braunen Umschlag überreicht.

Ein anderer Zeuge wird ebenfalls zitiert, welcher niemals einen Vertrag hatte aber monatlich € 2200,- in einem brauen Umschlag erhielt. Diese Zahlung erhielt er immer aus der sogenannten „Caja B“ (Kasse B) die für die Schwarzgeldgeschäfte genutzt wurde.

Seit 25. Mai 2018 und der hervorragenden Arbeit zweier englischer BBC Reporter, warnt die Englische Regierung vor „moderner Sklaverei“ auf Mallorca. In einer Pressemeldung des „Foreign & Commonwealth Office“ sowie der „Border Force“ wird vor der Arbeit als PR auf Mallorca eindringlich gewarnt.

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