Palmas Baudezernent zum Thema Megapark

Palmas Baudezernent zum Thema Megapark

Am Montag den 5. März trafen sich Vertreter der Mallorca Zeitung zum Interview mit Jose Hila dem Baudezernent von Palma. Zu diesem Termin wurden auch sämtliche Fotos der illegalen Umbauten aus dem malleBZ Archiv seit 2012 vorgelegt. Die Mallorca Zeitung hatte diese bereits die Woche zuvor angefordert.

Auf die malleBZ Fotos der Umbauten angesprochen sagte Jose Hila dem leitenden Reporter Frank Feldmeier „Ich brauche diese Fotos nicht. Bitte leiten sie diese an den Ermittlungsrichter weiter!", was bereits geschah.

Laut Frank Feldmeier gab Jose Hila Antworten die man von einem Politiker erwartet. „Er eierte rum!“ sagte Frank Feldmeier gegenüber malleBZ. Das gesamte Interview gibt es hier zum Nachlesen.

Auf die Frage „Ist die Lizenz des Megaparks aus Sicht des Rathauses nun gültig oder nicht?“ sagt Jose Hila „Das kann ich noch nicht sagen, weil das noch Gegenstand eines Verfahrens ist.“ Nur kurze Zeit später wird er gefragt „Darf der Megapark denn vor Vorliegen dieses Bescheids öffnen?“ und antwortet „Es gibt derzeit weder einen Schließungsbescheid noch ein Verbot der Eröffnung.“

Kurz gesagt, der Megapark hat zwar keine wirklich gültige Lizenz, aber darf dennoch öffnen. Ein Sachverhalt der so wohl nur auf Mallorca möglich ist.

Zu den illegalen Umbauten gibt Jose Hila folgendes preis.

Zur Frage „Was ist mit den umfangreichen Bauarbeiten, die in den vergangenen Jahren durchgeführt wurden?“ sagte Jose Hila „Das wird unser Bescheid klären. Letztendlich hängt das von der Frage der Zusammenlegung der Lizenzen ab.“

Diese Zusammenlegung wurde aber bereits mehrfach abgelehnt und das Verfahren zieht sich nun schon seit 15 Jahren (!!). Auch dies ist wohl nur in einer Bananen-Republik wie Mallorca möglich. 15 Jahre für die Zusammenlegung einer Disco- und einer Gastrolizenz klingen schwer nach einem Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde.

Der Megapark ging in diesem Fall aber von einer Zusammenlegung der Lizenzen aus und baute daraufhin los, ohne den endgültigen Bescheid abzuwarten. Heute, also nach 15 Jahren, haben diese Umbauten extreme Dimensionen erreicht und müssten durch die Ablehnung der Zusammenlegung in den alten Zustand gebracht werden.

Jose Hila dazu „Hier wird nicht die Legalität an sich infrage gestellt, sondern die Zusammenlegung zweier Lizenzen. Der Megapark kann deswegen in jedem Fall zum vorherigen, genehmigten Zustand zurückkehren. Aber das wäre dann nicht der Megapark, wie wir ihn heute kennen.“

Hier wird nun Butter bei die Fische getan. Denn müsste der Megapark zum Zustand von 2003 zurückgebaut werden, wäre eine Öffnung vor 2019 unmöglich. Ein Fakt den viele Urlauber gerne überlesen oder falsch interpretieren.

Der nächste Bescheid aus dem Rathaus wird nicht nur im Megapark sehnlichst erwartet.

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