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Pilar Carbonell ohne Rückflugticket auf Reisen

Pilar Carbonell ohne Rückflugticket auf Reisen

Die Affäre um Tolo Cursach nimmt erneut überraschende Züge an, denn gestern Abend verließ die am Donnerstag zurückgetretene Generaldirektorin der Conselleria de Tourismo fluchtartig die Insel.

Noch am gestrigen Vormittag durchsuchten zwei Beamte den Arbeitsplatz von Pilar Carbonell und nahmen Einsicht in Dokumente betreffend den Megapark und das BH Hotel in Magaluf. In beiden Fällen soll Pilar Carbonell ihre Position missbraucht haben, um der Grupo Cursach unlautere Vorteile zu verschaffen.

Dabei soll laut dem heutigen Bericht im Diario de Mallorca nach Beweisen gesucht werden, die die Vorgänge erklären bzw. darstellen sollen. Es geht insgesamt um drei Vorgänge die durch Abhören von Telefongesprächen belegbar sind, zwei davon betreffen den Megapark. Es geht einmal um einen Fall von Preisbetrug im Megapark, da nirgendwo Getränkepreise aushängen. Im anderen Fall um Umbauten im Megapark welche im Januar 2017 dringend bewilligt werden mussten.

Pilar Carbonell soll am 29.11.2017 vor Gericht auf Anordnung von Richter Penalva als Mitangeklagte aussagen. Noch zu Beginn der Woche sagte sie der Presse „Ich bin total entspannt was die Ladung angeht. Ich habe mir nichts vorzuwerfen und habe meine Arbeit immer korrekt erledigt!“

Gestern Abend dann postet sie auf facebook ein Foto eines Koffers und den Text „ohne Rückflugticket“ sie schreibt auch sie würde endlich was tun, was sie schon lange machen wollte.

Mit einer Flucht würde Pilar Carbonell sämtliche Vorwürfe der Komplizenschaft, Vorteilsnahme im Amt, Bestechlichkeit und bevorzugte Behandlung der Grupo Cursach bestätigen. Dann würden sämtliche Fälle der letzten Jahre, welche Pilar Carbonell und den Megapark betreffen nochmal von der Justiz aufgearbeitet werden.

Bis zum 29.11.2017 kann aber noch nicht wirklich von einer Flucht oder einem illegalen Vorgehen von Pilar Carbonell gesprochen werden.

Schließlich ist es kein Verbrechen ohne Rückflugticket auf Reisen zu gehen. Es ist bisher nur ein sehr abenteuerlicher Vorgang der in zeitlichem Zusammenhang mit ihrem Rücktritt am Donnerstag und der gestrigen Durchsuchung ihres Büros wegen Korruption einen gewissen Touch von „die hat die Hosen gestrichen voll“ bekommt.

Sollte Pilar Carbonell am 29.11.2017 nicht vor Gericht erscheinen, da sie bis dahin auch kein Rückflugticket nach Mallorca hat und sich der spanischen Justiz entziehen, bekommt die Cursach-Affäre nochmal eine neue Dimension.