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Dokumente zum Megapark eingesehen

Auch wenn die Bild Zeitung weiter schweigt, passiert im Skandal um den schwerkriminellen Disco König Tolo Cursach einiges.

Gestern trat die Generaldirektorin der Conselleria de Tourismo, Pilar Carbonell, zurück. Sie muss sich vor Gericht für 18 abgehörte und mitgeschnittene Telefonate mit Tolo Sbert, Handlanger von Tolo Cursach, verantworten. Mit ihrem Rücktritt, der für viele überraschend kam, möchte Pilar Carbonell laut eigener Aussage Druck vom Ministerium nehmen. Sie sei völlig entspannt und vor Gericht würde das dann auch bewiesen werden, wird Pilar Carbonell zitiert.

Im Mittelpunkt bei dieser Ermittlung steht auch der Megapark. Bei der heutigen Dursuchung im Büro von Pilar Carbonell wurden dann auch Akten betreffend den Megapark eingesehen. Außerdem wurden Dokumente begutachtet, betreffend des Upgrades von 3 auf 4 Sterne des BH Hotels in Magaluf.

Laut den Ermittlern gäbe es zu einem „Proyecto“, also einem Umbau bzw. Anbau, im Megapark einige Ungereimtheiten in der Lizenzvergabe.

So habe der untersuchte Vorgang im Fall der Grupo Cursach nur 10 Tage an Bearbeitung gedauert, ähnliche Fälle anderer Firmen würden hingegen mindestens 2 Monate benötigen. Man geht davon aus, dass Generaldirektorin Pilar Carbonell Entscheidungen und Vorgänge in der Conselleria de Tourismo zu Gunsten der Grupo Cursach beeinflusst hat.

Welche Umbauten bzw. Anbauten in diesem Fall genau das Problem sind, wird leider nicht erwähnt. Es liegt jedoch ein Telefonprotokoll vor, in dem Tolo Sbert noch Anfang 2017 von einer „nachträglichen Legalisierung von Umbauten im Megapark redet!“. Generaldirektorin Pilar Carbonell wollte sich um die nötigen Unterschriften kümmern und sagte am Telefon ihre Unterschrift zu 100% zu.

Es könnte gut sein, dass dieses Telefonat und die heute begutachteten Dokumenten eine normale Öffnung des Megapark 2018 in sehr weite Ferne rücken lassen.