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Cursach hat laut Anwalt kein Geld zur Flucht

Cursach hat laut Anwalt kein Geld zur Flucht

Aktuell scheint die Situation um die Grupo Cursach wie ein riesengroßes Überraschungs-Ei zu sein. Man weiß nie welche Kasperei man liest, wenn man die spanischen Zeitungen aufschlägt!

Heute Morgen dürften sich jedem Leser des Diario de Mallorca einmal mehr die Fußnägel aufgerollt haben. Tolo Cursach bittet nun auf Grund psychischer und physischer Probleme um Entlassung aus der Haft.

Die knapp 7 Monate in Haft haben ihm und seiner körperlichen Verfassung sehr zugesetzt, heißt es in dem Antrag des Anwalts. Dafür bietet Tolo Cursach an, man könne ihm eine elektronische Fußfessel umbinden und ihn unter Hausarrest stellen. So würden die Polizei und das Gericht jederzeit wissen wo er sei.

Richter Penalva wird gebeten den schwerkriminellen Disco Boss aus humanitären Gründen aus der U-Haft in Alicante zu entlassen.

Desweiteren wird die weite Entfernung zwischen Alicante und seiner Familie auf Mallorca als Entlassungsgrund aufgeführt. Tolo Cursach würde seine Familie so sehr vermissen, dass er offenbar psychischen Schaden davontragen würde.

Sein Anwalt versichert in diesem Antrag dem Gericht, sein Mandant habe keinerlei Mittel um eine Flucht zu finanzieren. Sämtliche Konten und Besitztümer von Tolo Cursach seien in Spanien bereits beschlagnahmt worden, was eine Flucht ins Ausland offenbar unmöglich machen würde.

Im Prinzip sei sein Mandant, Tolo Cursach, pleite!

Darüber hinaus würde sein Mandant, Tolo Cursach, bereits seit März 2016 wissen, dass Ermittlungen gegen ihn laufen. Dennoch habe er das Land nicht verlassen und wäre, scheinbar aus Anstand und wegen seiner Familie, auf Mallorca geblieben.

Bisher hat Richter Penalva über diesen Antrag noch nicht entschieden. Da aber sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Anti-Korruptions Behörde Tolo Cursach als den Kopf der kriminellen Vereinigung und Drahtzieher sieht, gilt eine Entlassung als eher unwahrscheinlich.

Ob das Gericht den Ausführungen über die vermeintlich nicht vorhandenen finanziellen Mittel glaubt, ist ebenfalls unwahrscheinlich. Erst vor ca. 3 Wochen bot Tolo Cursach als Ausgleich einer Sicherheitsleistung eine Immobilien in der Dominikanischen Republik an. Der Wert soll über 12 € Mio. liegen und bisher ist diese Immobilie nicht beschlagnahmt worden, da sie sich nicht auf spanischem Territorium befindet. Cursach soll auch über Immobilien in Brasilien verfügen, welche laut Insidern einen Wert weit über 300 Mio. Euro haben sollen. Auch diese sind nicht beschlagnahmt worden, da auch diese Immobilien nicht auf spanischem Territorium liegen.

Sicher gibt es auch noch eine ominöse Schatztruhe, die irgendwo vergraben liegt oder ein Schließfach wie in einem Hollywood Film. Dort wird Tolo Cursach für seine Flucht bereits vorgesorgt haben und sicher nicht mehr als 24 Stunden im spanischen Rechtsraum bleiben.

Das Märchen von nicht vorhandenen finanziellen Mitteln ist nur eine weitere Kasperlegeschichte im scheinbar endlosen Theater um den schwerkriminellen und immer noch an seiner Macht hängenden Tolo Cursach!