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Beamte gestehen Bestechung durch Cursach

Beamte gestehen Bestechung durch Cursach

Im Fall Cursach könnten nun die Aussagen von Gerichtsangestellten für eine Schließung des Megapark sorgen.

Laut einem Geständnis einer bestochenen Angestellten wurden Beamte und Gerichtsangestellte regelmäßig mit 500 Euro-Scheinen von der Grupo Cursach „beschenkt“. Diese 500 Euro-Scheine wurden wie in schlechten Mafiafilmchen sogar in Umschlägen übergeben.

Eine Gerichtsangestellte gestand sogar, dass sie das Geld nicht annehmen wollte und lieber eine VIP Mitgliedschaft für ihren Mann im Fitness Center „Megasport“ dafür haben möchte. Diese kostet pro Monat € 64,99 und pro Jahr somit € 779,88 pro Jahr. So hat die clevere Gerichtsangestellte sogar noch € 279,88 zusätzlich rausholen können. Cursach zahlte sowieso, wenn er bekam was er wollte!

Jeder Beamte der Policia Local von Palma, Calvia und Arenal durfte sich laut diesen Aussagen jedes Weihnachten auf Geschenkkörbe der Grupo Cursach freuen. Gefüllt waren diese mit den besten, feinsten und teuersten Produkten die man kaufen konnte. Jeder dieser Geschenkkörbe soll mindestens 500 Euro wert gewesen sein und eine Grußkarte von Tolo Cursach enthalten haben, damit die Beamten auch wissen, wem sie dankbar sein sollten.

Die Geschenke wurden von den Polizisten weder deklariert noch gemeldet, wie es sich laut Gesetz gehört. Keiner der Beamten lehnte jemals einen dieser Geschenkkörbe aus moralischen Zweifeln ab!

Quelle: Diario de Mallorca

Auch bei den für Bau und Städteplanung zuständigen Beamten, flatterten „Umschläge“ der Grupo Cursach auf die Schreibtische. So wurden die Kontrollen bezüglich der illegalen Umbauten vermieden. In diese Bestechungen von Beamten bei Polizei und den Behörden sind auch Toni Bergas und Tolo Sbert verwickelt. Besonders Toni Bergas, Polizei Chef der Playa de Palma in Rente, nutzte dafür seine sehr guten Kontakte und Beziehungen.

Vor Gericht wird nun aufgearbeitet, wie die Lizenzen des Megapark zu deuten sind. Laut der Aussage der Beamtin, waren sämtliche Baustellen des Megapark der letzten Jahre illegal und nicht von den Behörden genehmigt. Es hat sich aber keiner der Beamten getraut etwas zu unternehmen. Die Umbauten im Megapark seien darüber hinaus nicht im Nachhinein legalisierbar und könnten zu einer Schließung führen!

Quelle: Diario de Mallorca

Das auch im letzten Winter illegal umgebaut wurde zeigt dieses Video, auf dem nicht ein für eine Baustelle notwendiges Schild am Megapark zu sehen ist.

Schon im Juni 2014 bekam malleBZ eine „Fake Anzeige“ der Firma Cursach zugestellt, weil malleBZ sich offenbar illegal auf einer Baustelle aufgehalten haben soll und dabei fotografiert hätte. Bei der ersten gerichtlichen Anhörung konnte vom Anwalt der Grupo Cursach jedoch kein Dokument vorgelegt werden, was diese besagte Baustelle hätte belegen können. Auf der anderen Seite konnte malleBZ jedoch Fotos der Baustelle vorlegen, die eindeutig bewiesen, dass nirgendwo offizielle Schilder hingen. Die Baustelle und der gesamte Umbau von 2013 auf 2014 war erneut illegal, die Anhörung vorbei und malleBZ von allen Vorwürfen entlastet!

Diese Fakten, sowie die Anzeige liegen auch der Bild Zeitung und deren Reporter vor. Dieser glaubt aber lieber der Version der Grupo Cursach, wonach alles ganz legal sei! Durch die Geständnisse der Gerichtsangestellten wirkt diese „legale Version“ allerdings recht zweifelhaft.