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Polizei erhielt Geschenke von Cursach

Polizei erhielt Geschenke von Cursach

Im Fall um den immer noch inhaftierten Megapark Besitzer Tolo Cursach, wurden weitere Fakten und Zeugenaussagen veröffentlicht. Beamte der Policia Local und Patrulla Verde erhielten regelmäßig Geschenkkörbe mit persönlichen Schreiben.

Laut den Zeugen die bei Richter Penalva ihre Aussagen machten, bekamen die Polizisten jedes Jahr zu Weihnachten große Körbe mit Lebensmitteln und Alkohol. Dazu wurden auch persönliche Karten gelegt, welche offenbar direkt von Tolo Cursach kamen. Ob diesen Grußkarten von Cursach Geld beigelegt war, konnte bisher noch nicht bestätigt werden.

Mit diesen Aufmerksamkeiten und Zuwendungen, welche ebenfalls schon als Bestechung gelten, wurden die Beamten manipuliert, um die Grupo Cursach entweder vor möglichen Kontrollen zu warnen oder bei Kontrollen ein Auge zuzudrücken.

Es wird aber auch berichtet, dass die Beamten der bereits geschlossenen Patrulla Verde gezielt die Konkurrenz von Cursach mit Kontrollen überhäuft haben. Mehrere Lokale in Palma und auch am Ballermann mussten auf Grund der anhaltenden Kontrollen sogar schließen, da die Beamten mehrmals pro Woche kamen bzw. geschickt worden.

Diese Praktiken wendete die Grupo Cursach auch bei Behörden und der Presse an. Die PP-Politiker Gijon und Rodriguez sollen ebenfalls Geschenke und Zuwendungen erhalten haben. Bei Alvaro Gijon geht es offenbar um eine Eigentumswohnung in bester Lage, welche er als „Provision“ bekommen haben soll.

Ein anderer Zeuge, ein ehemaliger Cursach Direktor, sagte aus „Die Grupo Cursach hat pro Monat ca. 4 bis 5 Mio. Euro Schwarzgeld an der Steuer vorbeigeschleust. Mit diesem Geld wurden auch Schmiergeldzahlungen geleistet und Geschenke gekauft.“

Die Grupo Cursach machte laut dieser Zeugenaussage ca. 30 Mio. Euro Schwarzgeld pro Sommer. Damit kann man sich dann doch eine ganze Menge mehr kaufen, als ein paar Geschenkkörbe für Lokalpolizisten.