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Die vielen Bushaltestellen der Grupo Cursach

Die vielen Bushaltestellen der Grupo Cursach

Wie weit die Macht von Tolo Cursach, dem Besitzer der Grupo Cursach, tatsächlich reichte, kann heute noch niemand wirklich sagen. Doch sie reichte um Bushaltestellen versetzen zu lassen und um deren Namen so unternehmensfreundlich als möglich zu gestalten.

In El Arenal kann man gerne mal die Frage stellen „Warum biegt der Linienbus am Ballermann 4 von der ersten Meereslinie in die zweite Meereslinie ab? Warum fährt dieser Bus nicht gradeaus am Megapark vorbei?“ Dann wird man von Insidern die Antwort bekommen „Tolo Cursach hat diese Bushaltestelle höchstpersönlich versetzt.“ Danach befand sich der Megapark, ohne störendenen Busverkehr vor dem Eingang, in einer sehr guten und vorallem ruhigen Lage.

Ganz wollte man auf eine öffentliche Bushaltestelle aber nicht verzichten und bekam als einziges Disco Unternehmen am Ballermann, gleich zwei Bushaltestellen, Megapark und Riu Palace, namentlich zugeteilt. Die Haltestelle heißt nicht etwa „Riu Center“ so wie das gesamte Gebäude, sondern „Riu Palace“ und obwohl dies bereits seit zwei Jahren geschloßen ist, wird der Name der Haltestelle nicht geändert.

Witzig daran ist jedoch, dass die Bushaltestelle vor dem Bierkönig „Hotel Riu San Francisco“ heißt und die Haltestelle am Oberbayern „Hotel Flamingo“. Der Krieg der Konkurrenten geht so weit, dass man sich sogar mit den Namen der Bushaltestellen bekämpft hat!

Die Bushaltestelle direkt hinter dem Megapark wurde dann aber doch mit voller Absicht dort platziert, um der Grupo Cursach und deren Discotouren bzw. Bootspartys einen schmucken Platz zur Abfahrt einzurichten.

Fast täglich starten vom Megapark Busse mit Urlaubern, die entweder ins BH Hotel, Tito´s, Pacha, BCM oder auf eine Bootsparty gefahren werden. Dieser Bustransfer ist nur von einer ausgewiesenen Bushaltestelle möglich, da dort auch keine parkenden Autos stören. Was ein Glück, wenn diese „Transferhaltestellen“ immer direkt vor dem eigenen Laden liegen. So ist es im Megapark, im Riu Palace, im Tito´s, im BCM, im Pacha und auch im BH Hotel.

Konkurrierenden Veranstaltern, die nicht den Luxus einer „eigenen öffentlichen Bushaltestelle“ haben, wurden fast im Stundenrhythmus die geschmierten Polizisten zur Kontrolle vorbei geschickt. Diese Kontrollen endeten öfters sogar darin, dass diesen Bussen die Abfahrt verwehrt wurde, die Urlauber mit langen Gesichtern aussteigen mussten und dem Unternehmen dadurch mehrere Tausend Euro Schaden entstanden.

 

Diese Praktiken werden aktuell ebenfalls von Richter Penalva analysiert, da einige Konkurrenten in ihren Zeugenaussagen dies explizit erwähnten.