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Die neuen 12 Gebote vom Ballermann

Die Medien in Deutschland überbieten sich mit Schlagzeilen wie „Eimerverbot auf Mallorca!“ oder „Das Ende der Party am Ballermann 6!“. Alles Unfug und übertriebener Medienrummel von Journalisten die gerne mal hier gewesen wären, aber bei anderen Journalisten aus Kostengründen abschreiben mussten.

Gestern sagte ein freundlicher Beamter der Policia Local, welche für die Einhaltung der Ordenanza Civica verantwortlich ist folgendes: „Wir sind aktuell in der Informationsphase, noch gibt es keinerlei Multas (Strafzettel)!“ Auf die Frage wann die Bestrafungsphase anfangen soll sagte er „Das entscheiden unsere Chefs je nach Bedarf und Dringlichkeit. Die Informationsphase wird aber sicher noch dauern!“

Folgende Regeln für ein glückliches Leben im Urlaub sind somit als die neuen 12 Gebote am Ballermann zu verstehen, auf die nun hingewiesen wird. Leider macht die abenteuerliche Formulierung und/oder Übersetzung, jedoch schon das Verstehen der Regeln an sich, extrem schwer.

 

  1. Fliegende Händler - € 200,-
    Nicht genehmigter ambulanter Verkauf kann zu Unannehmlichkeiten führen und verstößt gegen den Grundsatz des lauteren Wettbewerbs.

  2. Belästigung durch Musikanlagen - € 50,-
    Die Vorbeugung zur Vermeidung einer Überschreitung der vorgeschriebenen Höchstlautstärke fördert das friedliche miteinander.
  3. Freier Oberkörper - € 50,-
    (Ausnahme ist der Strand und die Wege vom Hotel zum Strand)
    Kann als respektlos und belästigend empfunden werden und zu einem Mangel an Hygiene führen.

  4. Graffitis auf nicht genehmigten Flächen - € 200,-
    Führen zu einer Degradierung der Immobilien, der Umgebung und des städtischen Mobiliars.
  5. Radfahren auf dem Bürgersteig - € 50,-
    Fußgänger haben hier den Vorrang und deren Bewegungsfreiheit muss gewährleistet sein.

  6. Nachfrage nach Sexualdiensten - € 200,-
    Der Respekt für die menschliche Würde sowie die Verhinderung der Ausbeutung schutzbedürftiger Gruppen erfordert die Verhängung von Strafen bei der Nachfrage nach Sexualdiensten.
  7. Trinkgelage - € 200,-
    Diese Aktivität verursacht Probleme für die öffentliche Gesundheit und bei friedlichem Miteinander. Zudem verstoßen Trinkgelage gegen das Recht der Ruhe.

  8. Nichtentsorgung von Hundekot auf öffentlichen Straßen - € 50,-
    Führt zu Missbehagen im täglichen Miteinander, zu Schäden der öffentlichen Gesundheit und einem Mangel an Hygiene.

  9. Glückspiel und Hütchenspiele - € 400,-
    Betrug stellt eine Verletzung der Menschenwürde und der Menschenrechte dar.

  10. Balconing - € 200,-
    Der Respekt gegenüber dem Leben und der Sicherheit muss mit einer verantwortungsvollen Freizeitgestaltung einhergehen.

  11. Hinweiszeichen - € 200,-
    Die Hinweiszeichen, wie z.B. Flaggen und Verbotsschilder zur Untersagung der Nutzung von Glas, machen die Nutzung des Strandes als sicheren Freizeitbereich möglich.
  12. Massagen - € 50,-
    Nicht genehmigte Dienstleistungen wie z.B. Massagen, Hellseherei u.s.w. beeinträchtigen den Grundsatz des lauteren Wettbewerbs.

 

Da haben die schlauen Herren mit schicken Krawatten und teuren Anzügen einen ganzen Winter lang gebrütet und es kommt so ein gequirlter Schwachsinn ans Tageslicht. Die Steuergelder wären in einem schönen Massenbesäufnis sicher besser angelegt gewesen und hätten dieselben Ergebnisse geliefert. Kopfschmerzen!

 

Mit einem kleinen bisschen juristischem Wissen bzw. behördlicher Bauernschläue sind hier schon wieder so viele Schlupflöcher zu finden, dass eine faire Einhaltung gar nicht möglich sein wird. Mit diesen laxen Regeln werden die Probleme niemals gelöst und Information wird zu Irritation!

 

Hier die Infos zum nachlesen.

 

 

Die 12 Gebote am Ballermann

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