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Mit einer Handvoll Polizisten

Wenn am 12. Mai die Gremien zur Abstimmung zusammenkommen, sitzen gesichtslose Politiker mit recht sicheren Jobs, in feinem Zwirn an einem Tisch und müssen eine Entscheidung treffen. Sollen die neuen härteren Verordnungen tatsächlich wie geplant in Kraft treten oder nicht?

Geplant ist unter anderem die Ausweitung des „Saufverbots“ auf die gesamte Playa de Palma, nicht nur in den Bereichen von Ballermann 4 bis Ballermann 6. Für diesen zweistündigen Dienst waren im Sommer 2013 bis zu 6 Personen nötig, die nur wenig bis gar nichts erreichten. Denn war die Kontrolle vorbei, war die Mauer schon wieder voll und man scherte sich einen feuchten Mist um ein „Saufverbot“.


Von Ballermann 0 bis 3 wurde im letzten Sommer gar nicht kontrolliert. Hier befindet sich das Epizentrum der Holländer, deren Kultur die „Geselligkeit“ beinhaltet. Man sitzt gerne draußen in großen Scharen und feiert das Leben. Es geht aber mindestens genauso zu, wie am Ballermann 6. Erschwerend kommen aber am Ballermann 3 noch die vielen Einheimischen dazu, welche auch gerne draußen sitzen und Mallorca genießen. Schwer vorstellbar, dass sich Holländer oder Einheimische mit ein paar gutgemeinten Sätzen um diese Freude bringen lassen. Hier wird sicher auch ein 6 bis 12-köpfiges Team benötigt um die neuen Verordnungen durchzusetzen.

 

 

Zum „Saufverbot“ kommen aber auch so schlaue Sachen wie Kippen nicht wegwerfen oder ausspucken auf der Straße dazu, welche natürlich alle bearbeitet und zum Abschluss gebracht werden sollen. Um hier eine Einhaltung zu gewährleisten wären alleine an der Playa de Palma zusätzlich 50 Beamte notwendig, die ihren eigenen Mitbürgern ständig auf die Finger klopfen müssten. Am Meer hat man einfach einen scheiß Geschmack im Mund, und das muss raus, ist die Haltung der Insulaner und die wird nun verboten! Hier sollen dann Polizisten, die sicher keine andere Kultur haben bestrafen und kassieren? Nur sehr schwer vorstellbar!

 

Oben drauf kommt ein recht sinnvolles Verbot, was aber noch keine klare örtliche Definition besitzt. Diese wäre aber im Falle des „Bikini Verbots“ extrem hilfreich und wichtig. Bisher ist nur bekannt, dass man in der „Stadt“ bekleidet sein muss. Was genau die „Stadt“ ist und wo diese anfängt ist unklar. Wenn man am Ballermann nur mehr am Strand bzw. der meerseitigen Promenade in Bikini oder Badehose unterwegs sein darf, ist dies eine erhebliche Einschränkung für die Urlauber. Der schnelle Sprung in den kleinen Supermarkt, wäre dann immer mit Anziehen verbunden! Auch hier sind Massen von Vergehen zu erwarten und weitere 20 Beamte notwendig, die wir am Ballermann aber nicht haben!

 

Es wird auch noch weitere Verbote und Vorschläge für besseres Verhalten geben wie z.B. Freier der Straßen-Prostituierten, egal ob „Klau Nutte“ oder echte Liebesdame, werden künftig bestraft, sollten sie auf frischer Tat erwischt werden. Die Lady geht dabei straffrei aus!

 

Wer soll all diese Verbote und Verordnungen kontrollieren? Wer soll all diese Fälle bearbeiten, die in großer Zahl zu erwarten sind?

 

Da es bisher noch keine Nachricht gab, in der über "500 neue Polizisten auf Mallorca" zu lesen war, fragt man sich berechtigt ob die Krawatten der Herren in Palma nicht ein bisschen zu eng sitzen und die Luftzufuhr ins Hirn blockieren.

 

 

Leidtragende dieser erneut total schwachsinnigen und in diesen Maßen komplett überzogenen neuen Verordnung sind in erster Linie überforderte Beamte. Polizisten müssen Befehle ausführen, auch wenn sie deren Berechtigung nicht verstehen und obendrein drunter leiden. Seid freundlich zu den Beamten, so schwachsinnig es euch auch vorkommen wird. Die wahren Schuldigen sitzen in Palma, tragen Anzug und Krawatte und fahren nur in verdunkelten Autos durch die Playa!

 

Auch Urlauber werden sich extrem verarscht vorkommen, sollte die geplante Informationskampagne ähnlich erfolgreich sein wie letzten Sommer. Die "Flyer" und Broschüren zur Aufklärung, die sicher eine Stange Steuergeld verschlangen, suchte man 2013 vergeblich. An ein paar Hotelrezeptionen hing ein Infoblatt, was aber kaum beachtet wurde, da es viel zu klein und unverständlich war.

 

Jetzt mal alle "Daumen drücken am 12.5.2014" und auf das letzte bisschen Verstand in den unter Sauerstoffmangel leidenden Hirnen der Inselpolitiker hoffen, die auch gegen diese Verordnung stimmen können.