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Neues Gesetz lockt immer mehr Prostituierte an

Im letzten Jahr machte das beflügelte Wort „Qualitätstourismus“ von Alvaro Gijon, unserem Stadtrat in Palma, die Runde. Man wolle am Ballermann bzw. der Playa de Palma in einen Konkurrenzkampf mit St. Tropez, Miami und Dubai einsteigen. Extra dafür wurden im letzten Sommer zwischen 22 und 24 Uhr die feiernden Touristen von der Strandpromenade entfernt. Man wolle sich Familien mit Kindern und spazierenden Urlaubern als sauberes Urlaubsgebiet präsentieren, war die Kernaussage.

 

Ganz offenbar scheint dieser Plan schon wieder in der Tonne gelandet zu sein. Denn was sich aktuell in der Schinkenstrasse rund um den Bierkönig abspielt, hat nichts mit Qualitätstourismus zu tun. Drittklassige osteuropäische Damen schwadronieren neben den seit Jahren nervenden Klaunutten aus Nigeria auf und ab. Die Suche nach Freiern entwickelt sich für Touristen zum Spießroutenlauf. Jetzt schon schreiben uns Touris an und geben sich äußerst angepisst angesichts der Flut an Freudenmädchen.

 

Ein erboster Urlauber keift auf der Schinkenstrasse: „Am Abend kannst Du keinen Schritt mehr machen. Du wirst sofort von einer angequatscht. Die kommen aus Bulgarien, Rumänien oder so. Die waren aber letztes Jahr noch nicht hier. Da waren nur die schwarzen Frauen unterwegs!“

 

Hintergrund dieser Schwemme an Prostituierten ist eine Änderung in der „Ordenanza Civica“. Ab diesem Jahr werden nicht mehr die Prostituierten für ihre illegalen Dienste bestraft, sondern die Freier. Illegale Straßenprostituierte müssen nun keinerlei Strafe mehr fürchten und können nun im Prinzip überall anschaffen. Diese Änderung hat sich wohl auch schon in Osteuropa herumgesprochen, wie die Situation in der Schinkenstrasse vermuten lässt.

 

Hoteliers und Gastronomen liefen gegen diese neue Regelung Sturm. Sie forderten eine Sonderzone wie um Schulen und Kindergärten, in der Prostitution generell verboten ist. Leider scheiterte dieser Einspruch.

 

Ob Alvaro Gijon mit diesen Maßnahmen tatsächlich den Qualitätstourismus fördert, bleibt fraglich und ist eher zweifelhaft. Eines hat er aber sicherlich erreicht! Verärgerte und erboste Touristen auf des neuerlichen Behördenschwachsinns aus Palma!