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Hoteliers wehren sich gegen Bild Artikel

Diese Hektik hätte man sich um Herbst 2009 auch mal gewünscht, damals wurde die Schweinegrippe nach Malle exportiert. Oder im Jahr drauf als es die Vogelgrippe war, oder bei den vermeintlichen Anschlägen der ETA am Ballermann! Damals blieben sie still, die Krawattenclowns, aber diesen Artikel scheinen Sie nicht runter zubekommen! Als "clevere Lösung" der Problematik soll ein internationales Pressezentrum errichtet werden, na hoffentlich nicht nur auf Catalan!

 

Der Abschuss aber in dieser Klamotte ist der Oberclown Francisco Marin der folgendes aus dem Hut zauberte:

Bei einer eigens einberufenen Pressekonferenz stellte der Vorsitzende Francisco Marín die seit Beginn der Saison laufenden Sicherheitsmaßnahmen vor, die die Hoteliers zusammen mit den Behörden und der Polizei ausgearbeitet haben.

 

Konkret vorlegen konnte Marín allerdings lediglich ein Plakat mit einem großen Stoppschild, das darauf hinweisen soll, was an der Playa de Palma alles nicht erwünscht ist: ambulante Händler, Prostituierte, Hütchenspieler, Taschendiebe, unprofessionelle Masseure, hemmungsloser Alkoholgenuss und Müllwegwerfen.

Wow, ein Stopp-Schild! Ein ganzes und selbsterdachtes Stopp-Schild hat der Herr Marin sich da ans Rever geheftet! Na wenn das nicht auch den letzten Schwerkriminellen beeindruckt, was dann?

 

Wie schon gesagt ist der Artikel der BILD am Sonntag reeler als viele sich zu träumen wagen. Nur leider wurden eben diese Probleme jahrelang unter den Tisch gekehrt und vernachlässigt. Solange die Schmiergelder und Geschenkchen immer pünktlich kamen, hat sich in Palma doch noch nie jemand um die Playa geschert.

 

Eine Schande, dass sich eine freie Zeitung, wie sie die Mallorca Zeitung vorgibt zu sein, auf dieses politische Kasperletheater einlässt. Das ist kein Journalismus, das ist reinstes Politik-Diktat wie in guten alten Franco-Zeiten!