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Prozess auf Malle ist ein Witz

Jetzt war ja die erste Verhandlung in der großen Sommer-Partyreihe und irgendwie ging es weder um die Sache noch um meine Rechte. Schon komisch wenn man sich auf der „Klägerseite“ vermutet und sich vorkommt als sei man Angeklagter. Es ist nicht einmal gestattet während der Verhandlung mit seinem Anwalt zu reden! Wenn der Knaller nun auf einem falschen Pferd davon galoppiert, hast du keine Chance ihn einzufangen. Man ist dem Wissensstand des Anwalts und auch dessen Motivation zu gewinnen, machtlos ausgeliefert. Keine Ahnung ob das nur bei Ausländern so ist, oder auch für Spanier gilt.

 

Offensichtlich ist weder dem Richter noch den Anwälten ein Unterschied zwischen facebook und dem restlichen Internet bekannt. Ist alles irgendwie eine Soße, nur nicht google, alles facebook!


Auch kennt man kein Urheberecht, also zumindest nicht so richtig. Denn ob es nun ein "foto artistica" oder eben nur ein "foto" ist, scheint Ansichtssache des Richters und ist nicht klar definiert. Ob es ein Foto mit Wert ist oder ohne Wert, liegt ebenfalls im Auge des Betrachters. In „Good gereglt Old Germany“ gibt es so etwas nicht. Dort ist durch eine „Preisliste“ bzw. durch das Urheberrecht ganz klar definiert was passiert wenn ein Foto, egal ob „artistica“ oder nicht, genutzt wird ohne dass der Eigentümer es weiß!

Ein Diebstahl eines Bildes scheint hier niemanden zu interessieren. Alles eine Ansichtssache und dehnbar wie ein Kaugummi. In Deutschland ist dies klar geregelt, auf Malle alles offen wie ein Scheunentor und Tagesform abhängig.


Man kann sicher raus lesen, dass der Verlauf der Verhandlung nicht zu Freudensprüngen anregt, verloren ist aber nichts. Ein Urteil wird in ca. 7 Tagen bis 4 Wochen erwartet. Alles eben dehnbar wie ein Kaugummi. Man könnte auch eine Münze in die Luft werfen oder es auswürfeln. Mit Glück schaffen sie es noch vor der Sommerpause, sonst heißt es warten bis September!


Das Beste an diesem Vormittag war der gegnerische Übersetzer, der kaum einen Satz fehlerfrei übersetzen bzw. auf Deutsch korrekt wiedergeben konnte. An einigen Stellen fügte er sogar nach seinem Gusto Sachverhalte hinzu und erfand Zusammenhänge. Da fuhr die Ente dann mal kurz dazwischen, was einen kleinen Disput hervorrief und dem Richter ganz und gar nicht gefiel. Wäre ich jetzt ein Unkundiger der spanischen Sprache, wäre mir dies nicht aufgefallen hätte aber einiges zu meinen Ungunsten verdreht.

 

Ich sehe diesen Prozess auf Mallorca als ein Clownstheater und egal was dabei rauskommt, es ist irgendwas, aber kein Urteil auf Basis von Fakten!

 

Es steht somit schon heute fest, egal wie das Urteil ausfallen wird, es geht wohl in die nächste Instanz!